Wildfeuer auf kontaminierten Flächen

Hier ein Update zu einem erneuten Brand auf ehemaligem Militärgelände (Quelle: Spiegel online) und meine Kommentare dazu.

In Deutschland, vor allem im Osten, gibt es tausende Hektar aktive oder ehemalige Truppenübungsplätze. Naturschutzfachlich sind diese Flächen auf Grund der ehemaligen militärischen Störung äußerst wertvoll und zumeist auch NATURA 2000- Flächen. Leider sind die militärischen Hinterlassenschaften (UXO Unexploded Ordnace) nicht so wertvoll, sondern gefährden Umwelt, Boden, Grundwasser und im Falle von Wildfeuern auch die Einsatzkräfte.

Zwei Fragen stellen sich: Wie können wir den Offenland-Charackter dieser Natura 2000 Flächen erhalten und gleichzeitig die Sicherheit der Einsatzkräfte im Brandfall erhöhen?

Aktuell brennt es aller Orten, z.B. auf dem Truppenübungsplatz Lieberose: “Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lieberoser Heide nördlich von Cottbus stehen weiter mehrere hundert Hektar in Flammen. Die Feuerwehr vor Ort wird jetzt durch einen Hubschrauber der Bundeswehr unterstützt.

Für das Großfeuer in der Lieberoser Heide gab es am Freitagmorgen noch keine Entwarnung. Etwa 200 Hektar Fläche sind noch von den Flammen betroffen, wie die Feuerwehr in Cottbus mitteilte. Ein Hubschrauber der Bundeswehr soll die Einstatzkräfte demnach bei den Löscharbeiten unterstützen. Die Feuerwehr sorgte nach eigenen Angaben in der Nacht dafür, dass der Brand sich nicht abermals ausweitet und auf Gebiete übergreift, die durch Munition verseucht sind.

Seit Donnerstagmittag brannten dort zeitweise fast 400 Hektar Wald – das entspricht rund 560 Fußballfeldern. Die Feuerwehr geht davon aus, dass der Brand mit steigenden Temperaturen im Tagesverlauf wieder aufflammt.” (Siehe hierzu auch ein Video vom RBB Studio Cottbus)

Wie kann man nun auf  UXO-Flächen die Sicherheit der Einsatzkräfte sicherstellen?

Die Lösung erscheint mir gar nicht so kompliziert. Einerseits verfügen wir in Deutschland über gepanzerte Löschtechnik (DIBUKA). Anderseits drängt sich mir folgende Idee auf:

Wie wäre es mit dem Einsatz von ferngesteuerter Technik zur Anlage von munitionsfreien Kontrolllinien? Hier könnte man entweder mit Gegen- oder Vorfeuern sicher arbeiten, oder im Einsatz für die Heidepflege auch aus der Luft kontrolliert per Drohne zünden. Das Raindance System wurde dieses Jahr bereits erfolgreich in Europa getestet.

Die Anlage munitionsfreier Linien und Schneisen kann das ganze Jahr über erfolgen, ohne Stress und Zeitdruck: DOKING MV4 oder MV2: DOK-ING MV2.

 

 

Ich habe den MV4 persönlich zur Anlage munitionsfreier Linien (bis 30cm Bodentiefe) getestet und bin absolut sicher, dass dieses System die gewaltigen UXO-Flächen in Deutschland sicherer machen kann. Gleichzeitig möchte ich hier wieder betonen, dass die Anwendung von sogenanntem “kontrollierten Brennen” eine hervorragende Pflegemassnahme darstellt, um die Heidelandschaften zu erhalten, als auch das Risiko ungewollter Brände zu mindern.

Nun, welche Behörde und Flächeneigentümer traut sich??

Die “European Forest Risk Facility” kann hier jederzeit vermitteln. Traut Euch!

 

3 comments

  1. Ich glaube auch dass das Offenhalten von Landschaften durch Feuer (wo es nicht anders geht und ökologisch/finanziell vertretbar ist) eine Variante darstellt, um die UXO entweder umzusetzen oder zumindest freizulegen, da der Boden besser zugänglich sein wird und dann eine Räumung zu vereinfachen. Der Einsatz von Feuer zur Brandbekämpfung auf solchen Flächen, die nicht ohne großen Aufwand begangen werden können wäre der nächste Schritt, um zum Einen die Bekämpfungszeiten zu reduzieren (zumeist freiwillige Feuerwehrleute mit großem Zeitaufwand gebunden) und auch dem Feuer das Diktat der Bedingungen aus der Hand zu nehmen, so wie es in vielen Ländern schon praktiziert wird.

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