Lehren aus den Waldbränden 2018

Der Sommer 2018 war und ist immer noch ein ausgesprochener Feuer-Sommer für unsere Wälder in Deutschland und Zentraleuropa. Eine ungewohnt hohe Zahl von Vegetationsbränden zwingt zur Diskussion der Ursachen einerseits, regt aber auch zum Nachdenken an, was zukünftig getan werden kann und muss.

Erste schnelle Reaktionen befassen sich wie üblich sofort mit der Feuerwehr und der Frage, wie die Einsatzkräfte in Zukunft noch besser und effizienter vorgehen können –  also der reaktive Ansatz und die Bekämpfung des Symptoms, aber nicht der Ursache. Selbstverständlich brauchen wir Feuerwehren, die bestmöglichst ausgebildet und ausgerüstet sind. Der Blick über unsere Ländergrenzen hinweg bietet zahlreiche Möglichkeiten, hier nachzubessern. Die European Forest Risk Facility und das weitere Netzwerk sind seit langem in diesem Bereich des länderübergreifenden “Exchange of Experts” tätig. Allerdings nicht nur auf reaktiver Seite sondern auch und vorallem in den Bereichen Prävention und Erhöhung der Resilienz.

Der gestern in der Märkischen Allgemeine Zeitung (MAZ) erschienene Artikel „Umbau der Kiefernwälder ist Mammutaufgabe“ bestätigt in weiten Teilen das Wissen und die Botschaften, die wir über die European Forest Risk Facility nun in zahlreichen Medien positionieren konnten, z.B. gemeinsam mit Risk-Facility-Mitgliedern Craig Hope (Wales) und Carlos Trindade (Portugal) in The Telegraph: Europe in flames. How can we fight wildfires sweeping the continent – and is it too late to end the cycle? und im ZDF Morgenmagazin.

Der MAZ Artikel spricht genau die Kernfrage an: Die Resilienz der Landschaft gegenüber Feuer muss erhöht werden. Was mir persönlich im Artikel jedoch fehlt, ist der Hinweis auf den wirklich entscheidenden Faktor des Waldumbaus: Schalenwild und sein Einfluss auf die Verjüngung naturnaher Wälder. Auch hierzu habe ich mir hier und hier im Blog Gedanken gemacht.

Ein Überblick aller unserer Medienbeiträge zu Waldbränden findet sich auf der Webseite des BMEL geförderten SURE Projektes. Auch in diesem Blog:

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