About the forest, trends and sneakers

How can we approach young urban populations and inform them about the importance of forest use and protection? The easiest way might be to connect an important function of the forest and an important part of their life: recreation.

When we asked the participants of the “Mighty Forest Event” on Saturday, September 15th in Düsseldorf, what the forest means to them, said young urban population confirmed this connection. We were happy to hear numerous statements like “The forest is a place to relax”; “We enjoy the fresh air provided by the trees”; as well as: “I like to walk or do sports in the forest”.

As the name might suggest, the event was all about sneakers and forests. Afew, a fashionable sneakers store in Düsseldorf, designed and produced the sneaker “Mighty Forest” with a few extra details to support reforestation and to raise awareness of the situation of forests worldwide. The release took place in the framework of the “German Forest days” (Deutsche Waldtage), where organizations and institutions all over Germany organized events in and around the forests with a special focus on sports and recreation. The “Mighty forest” was limited to 300 pairs. As part of the project, Afew supports the planting of ten trees with the help of Plant-for-the-Planet for every pair of sneakers they sell. We as European Forest Institute’s Resilience Programme provided the project with the scientific knowledge behind the booklet which educates about crucial forest related facts and accompanied each pair of sneakers.

Wir brauchen einen klimastabileren Wald – und nicht nur klimaresistentere Bäume!

Gastbeitrag von Hans von der Goltz

Der Wald muss für Eigentümer und Gesellschaft wirtschaftliche, ökologische und soziale Funktionen erfüllen. Wir brauchen einen stabilen Wald und seine Funktionen zum Überleben.
Die Stürme der letzten Jahre, vor allem aber der Jahrhundertsommer 2018 werden insbesondere in den ohnehin schon trockeneren Gebieten Deutschlands zu Auflösungstendenzen des Waldes führen. Seine Wirtschaftsfunktion für die Forst- und Holzwirtschaft mit 1,1 Mio. Beschäftigten, die bisher fast makellose ökologische Vorbildfunktion des naturnähesten bewirtschafteten Ökosystems Wald und die für die Gesellschaft so wichtigen Erholungs- und Trinkwasserschutzfunktionen werden Schaden nehmen.

Die Nachhaltigkeit unseres Waldes ist in Gefahr.

Inzwischen wird jeder erkannt haben, dass ein „weiter so“ für alle Nutznießer des Waldes und auch für ihn selbst nicht zielführend sein wird. Wir brauchen schnell ein grundlegendes Konzept für einen verantwortungsvollen, zukunftsfähigen und nachhaltigen Waldumbau. Dieses darf sich nicht beschränken auf den Anbau „klimaresistenterer Baumarten“. Es bedarf einer zum Teil radikalen Neuausrichtung der Waldbau-, Jagd-, Naturschutz- und Förderpolitik der Bundesregierung.
Die seit vielen 100 Jahren bewährten heimischen Baumarten müssen behutsam ergänzt werden durch robustere Gastbaumarten. Also nicht: Kiefer raus – Douglasie rein. Nein, die langfristige Mischung verschiedener Baumarten nach Alter und Art ist der Schlüssel zur Risikominderung. Am besten gelingt dies, wenn man auch die standortökologischen Bedingungen dabei beachtet und, wo nötig, optimiert.

Die Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) verfolgt diese Waldbauziele seit 1950 und entwickelt sie ständig weiter. Als ANW-Bundesvorsitzender möchte ich ausdrücklich warnen:

Es wird höchste Zeit, dass nicht mehr nur – wie beim Bundesjagdgesetz – für irgendwelche belanglose Randthemen Zeit verschwendet wird. Nein, vor dem Hintergrund der erwarteten klimabedingten Waldverluste brauchen wir eine grundlegende Waldentwicklungsstrategie. Sie muss zu einem veränderten Bewusstsein und konstruktivem, zukunfstfähigem Verhalten von Waldeigentümern, Jägern, Naturschützern, Politikern und anderen gesellschaftlichen Gruppen führen.

Julia Klöckner: Wir brauchen klimaresistentere Bäume

Laut einer dpa-Meldung vom 7. September 2018 hat Bundesminsterin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner zu den Schäden für den deutschen Wald Stellung bezogen, die unter anderem durch die lange Dürreperiode ausgelöst wurden. Besonders Fichtenbestände sind betroffen, aber beinahe alle Baumarten haben unter den extremen Wetterlagen gelitten. Das Ausmaß des Schadens kann laut Klöckner erst mit Verzögerung festgestellt werden, konkrete Zahlen werden im Herbst diesen Jahres erwartet. Natürlich spielt auch das Wetter in den kommenden Wochen eine Rolle.

“Wir brauchen auch in Deutschland eine Waldbrand-Strategie”

EFI-Waldbrand-Experte Alexander Held im ZDF Morgenmagazin

Am Montag, den 26. August 2018 hat unser EFI-Kollege Alexander Held im ZDF MoMa Stellung bezogen zu den verheerenden Waldbränden in Brandenburg. “Wir hatten die perfekten Zutaten für einen Flächenbrand”, so Held: “Klimabedingte Trockenheit, sandiger Boden, wenig Wasser, Gras, Kiefernwald.” Held zufolge können Waldbrände unter diesen Umständen auch in Deutschland so groß werden und werden keine Ausnahme bleiben. “Aus den vielen Waldbrandsituationen in Deutschland müssen wir natürlich lernen, dass die Feuerwehr ihre Taktik und Strategie für die Bekämpfung von Flächenbränden überarbeiten sollte. Dies kann aber nur ein Baustein sein in einer Waldbrandstrategie, zu der auch der präventive Brandschutz gehört, der Waldumbau, sowie “munitionsfreie” Reihen oder Kontrolllinien, die vor der Waldbrand-Saison angelegt werden können”, betont Held, der auch ausgebildeter Waldbrandmanager ist.

Mehr Informationen im MoMa-Interview “Perfekte Zutaten für einen Waldbrand”.

Waldbrände: Vorsorge statt teurer Löschtechnik

In einem Interview mit der Deutschen Welle betont Waldbrandexperte Alexander Held von EFI’s Resilience Programme die wichtige Bedeutung von Brandprävention im Wald und sagt: “Würden wir unsere Hausaufgaben machen, hätten wir keine Feuer zu bekämpfen, die erstens Menschenleben kosten und zweitens so intensiv brennen, dass wir Ökosysteme über Jahrzehnte zerstören. Doch 90 Prozent des Feuerbudgets wird in die Brandbekämpfung investiert statt in Prävention und Landmanagement.”

Auf der Basis von seiner langjährigen Tätigkeit als Waldbrandmanager u.a. in Florida, Kalifornien und Südafrika beschäftigt sich Held zum Beispiel mit “Pflegefeuern”, die die Artenvielfalt erhöhen, und mit kontrolliertem Brennen, um Brennmaterial präventiv zu entfernen und damit große und schwer kontrollierbare Flächenbrände zu vermeiden. Der Berater kritisiert, dass es für Präventivprojekte zu wenig politische Unterstützung und demzufolge keine Finanzierung gibt. Wenn es dann aber brenne, sei genügend Geld für Löschflugzeuge vorhanden, so Held.

Warum Mischwälder feuerfester sind, welchen Nutzen langfristige Forschung zu Waldbrandschutz und -bekämpfung haben könnte und was die Auswirkungen des Klimawandels zu den aktuellen extremen Wetterlagen beitragen, kann man im DW-Interview “Waldbrandmanager empfiehlt: Vorsorge statt teurer Löschtechnik”, das von der Journalistin Karin Jäger geführt wurde, lesen.

Mit deutschsprachigen Forstchefs im Bonner Kottenforst

Am Freitag, den 6. Juli 2018, haben Wald und Holz NRW und wir, das Bonner Büro von European Forest Institute (EFI), für die ForstchefInnen von Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein, Luxembourg und Südtirol eine Exkursion in den Bonner Kottenforst organisiert, um uns über das Spannungsfeld Naturschutz – nachhaltige Waldwirtschaft – Nutzung des Waldes für Erholungszwecke auszutauschen. Die Exkursion fand im Rahmen eines Treffens auf Einladung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Bonn statt, bei dem waldpolitische Fragen diskutiert wurden.

Um die Integration der verschiedenen Waldfunktionen Nutz/Schutz/Erholung aus forstpraktischem Blickwinkel betrachten zu können, haben wir mit den Forstchefs die Marteloskopfläche „Jägerhäuschen“ besucht und gemeinsam mit Uwe Schölmerich, Leiter des Regionalforstamtes Rhein-Sieg-Erft, vorgestellt. Marteloskope sind Waldflächen, in denen alle Bäume genau vermessen wurden. Baumart, Durchmesser, Holzwert und ökologischer Besonderheiten wie Spechthöhlen oder Rindentaschen sind erfasst und in einer digitalen Karte dargestellt. Anhand dieser Beispiele können ForstmanagerInnen und Studierende, aber auch PolitikvertreterInnen und die interessierte Öffentlichkeit mithilfe einer Tabletsoftware im Wald selbst simulieren, wie man Naturschutzaspekte und wirtschaftliche Erwartungen miteinander in Einklang bringen kann.

Planted Forests in Colombia @Forest Finance

Bonn-based green investment company planted ten millionth tree

Since 1995, the Bonn-based German expert for green impact investing ForestFinance has been planting forests in the project countries Panama, Peru, Colombia and Vietnam. Now, the reforestation company has just planted its ten millionth tree.

“In 2009, we planted and celebrated our millionth tree in Panama City in the presence of the Panamanian Minister of Environmental Affairs. Today – nine years later – we have increased this number tenfold. We have achieved this together with over 19,000 customers and environmentally conscious investors,” explains Harry Assenmacher, founder of the ForestFinance Group.

Programms of afforestation to create forests increase carbon capture and carbon sequestration, and help to anthropogenically improve biodiversity.

New York: Urban forestry for the next century

In New York City, urban forests are heavily used for recreation, reports the article A Plan for New York City’s Forests. Yes, Forests., recently published by The New York Times. Unfortunately, city forests in the Big Apple are at stake: Due to climate change and invasive species that can change soil conditions, they risk losing wildlife and plants. A nonprofit group called the Natural Areas Conservancy therefore focuses on how to prepare the city’s forests for a changing climate, supposing that urban forests will be affected a generation or two before differences begin to appear in rural areas. This involves planting tree species resilient to climate change and – of course – requires financial investment. “Now, in close consultation with the Parks Department, the conservancy has prepared a long-term plan for the care of the city’s forests, what it says is the first of its kind in the nation. The conservancy is eager to export it and is training other nonprofit groups in the city to use data from the survey to their advantage”, states the article. More information on how the future urban forest should look like you will find here.

Establishing a European Forest Risk Facility

From pests and insect damages to megafires and storm events – European forests are affected by diverse and often transnational disturbances, with profound impacts on forest ecosystem services and livelihoods. In response to these challenges the European Forest Institute (EFI) together with risk management stakeholders from all over Europe is establishing the European Forest Risk Facility, an innovative platform of exchange and knowledge transfer on forest disturbances, risk prevention and management. Connecting science, practice and policy, the constitution of the Risk Facility is one of the main objectives of the project SUstaining and Enhancing the REsilience of European Forests (SURE) coordinated by EFI’s Bonn Office. The Risk Facility collects and distributes data and information for a better understanding of forest risks and facilitates the exchange of good practices, ultimately enabling better-informed decisions in natural resource management and policy.

Balancing ecological, economical and social interests in European forest

“How are different European countries dealing with Integrated Forest Management and which role do questions like tree composition, forest ownership, and expectations with regards to timber production play? What are the challenges regarding effective funding schemes for Integrated Forest Management, and why do we need payments for ecosystem services? How can we better communicate the advantages of Integrated Forest Management? Which tools can be used to further educate foresters, policy makers, and other relevant stakeholders? Following the invitation of the Ministry of Agriculture of the Czech Republic, we discussed these and more issues in the framework of the second meeting of the European Network INTEGRATE from 19-21 March 2018.

Together with more than 40 representatives of ministries, state forests and private forest owners, researchers and practitioners from 10 European countries, we spent three inspiring days in the Czech Republic. Most of the participants came from Poland, Slovakia, Germany, Croatia, Austria and  of course  the Czech Republic, and Italy was represented by a new network member from the Italian Ministry of Agricultural, Food and Forestry Policies. Joining INTEGRATE for the first time, policy makers from Finland, Latvia and Belgium shared their countries’ approaches to forest management and the integration of nature protection in forest policy.