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Author: Gesche Schifferdecker

Bridging the gap between the world(s) of research, practitioners and policy-makers

How can we increase the resilience of our forest to be better prepared for future natural disturbances and climate change, while maintaining a high level of wood production, carbon storage, and habitat quality for biodiversity? The project Innovative forest management strategies for a resilient bioeconomy under climate change and disturbances (I-MAESTRO) aims at improving the scientific basis for developing adequate forest management strategies. In an interview series, we are introducing the different I-MAESTRO partners and their roles in the project – and we are sharing very personal perspectives from different researchers involved. The series starts with Matteo Cerioni from University of Ljubljana.

What is the University of Ljubljana (LU) contributing to I-Maestro?
The main contribution of LU is improving information on disturbances and the knowledge on recovery processes following them. More specifically, we are contributing to the update of a European database on forest disturbances and carrying out empirical studies on regeneration dynamics after large disturbances. This involves both collecting new field data (e.g. Slovenian forests subjected to ice storm and following bark beetle; Bulgarian beech forest reserve subjected to wildfire) and gathering and analyzing existing data from other European research groups interested in collaborating. These empirical studies will also serve the models, testing their ability to reproduce recovery processes. Furthermore, we are involved in developing metrics to assess the forest structural complexity resulting from different model simulations. It is considered a key features of forest resilience and includes tree spatial arrangement, size diversity and biodiversity. Finally, we will be involved in the dissemination of results among interested stakeholders.

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Stadtwälder als “natürliche Problemlöser”?

Gelsenkirchen ist Fallstudie in grossem europäisch-chinesischem Forschungsprojekt koordiniert von EFI

Was hat Gelsenkirchen mit der chinesischen Stadt Huaibei zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel. Dennoch wurden beide Städte – zusammen mit u.a. Barcelona und Krakau, Hongkong und Peking – als “Fallstudien-Städte” für CLEARING HOUSE, das erste europäisch-chinesische Forschungsprojekt zu urbanen Wäldern ausgewählt. Und dies aus gutem Grund: Die ausgesuchten Städte sind mit besonderen Herausforderungen konfrontiert, die teilweise auf alle zutreffen, teilweise regional-spezifisch sind: von Umweltbelastungen zu hohen Arbeitslosenquoten, von massivem industriellem Wachstum zu Chancen und Schwierigkeiten, die Migration mit sich bringt. Gemeinsam haben alle diese Städte, dass stadtnahe und städtische Wälder sowie Parks und Bäume in öffentlichen und privaten Räumen eine wichtige Rolle spielen, wenn wir den ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen begegnen wollen. Urbane Wälder erhöhen unser Wohlbefinden, sind Lebensraum für viele verschiedene Arten und wirken negativen Klimaentwicklungen wie Hitzeinseln entgegen, indem sie im heissen Sommer Schatten spenden.

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“The Integrate approach allows us to improve the efficiency of forests to deliver ecosystem services” – interview with Enrico Pompei

From the Roman Empire to present day: Italy looks back at a long history of cultivating land and making use of forest products. With Enrico Pompei, Director of National and International Forestry Policies of the Italian Ministry of Agriculture, Food and Forestry Policies we discussed current targets and challenges of forest management in Italy as well as advantages of collaboration and exchange of experiences between different stakeholders involved in the field of forest decision making from local to European level.

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Waldwissenschaftler fordern: Waldumbau durch effiziente Bejagung unterstützen

Warum wir eine Neufassung des Bundesjagdgesetzes brauchen

Ein Gastbeitrag von Christian Ammer, Thomas Knoke und Michael Müller

Vor dem Hintergrund der Herausforderungen durch den Klimawandel müssen wir vielgestaltige und anpassungsfähige Wälder aufbauen. Wildeinflüsse können dieses Ziel gefährden. Deswegen hat der wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Februar 2020 ein Eckpunktepapier zur Waldstrategie 2050 veröffentlicht. In diesem wird benannt, welche Regelungen bei der Reform des Bundesjagdgesetzes geändert werden müssten, um den drängenden Aufgaben nachkommen zu können. Wir stimmen der Analyse und den Empfehlungen des wissenschaftlichen Beirats aus waldwissenschaftlicher Sicht im Wesentlichen zu und fordern die Politik auf, die Empfehlungen ihres Beirats zu berücksichtigen.

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Wildlebensraum Wald in Gefahr

ein Beitrag von Hans von der Goltz

Die neuerliche Trockenheit im dritten Jahr in Folge lässt die Borkenkäfer zu Milliarden erfolgreich ihre nächsten Opfer finden. Sie und andere Schadinsekten haben leichtes Spiel mit den durch den Wassermangel schon ums Überleben kämpfenden Bäumen. Es müssen alle vom Menschen beeinflussbaren Maßnahmen konsequent ergriffen werden, um die nächste Waldgeneration stabiler zu machen gegen die Herausforderungen des Klimawandels. Der Wald muss gemischter und strukturreicher werden.
Das verhindern auf der überwiegenden Waldfläche Deutschlands zu viele Rehe, Hirsche oder anderes Schalenwild. Das Bundesjagdgesetz muss rechtlich dafür sorgen, dass der erforderliche Waldumbau gelingt. Ziel muss es sein, dass Wald und Wild in einer Balance miteinander leben und überhöhte Schalenwildbestände nicht weiter ihre eigene Lebensgrundlage zerstören. In dem aktuellen Entwurf des Bundesjagdgesetzes kann man diese Absicht zwar ansatzweise erkennen, die klare Konsequenz fehlt jedoch vollständig. In Anbetracht der besorgniserregenden deutschlandweiten Waldsituation ist die Zeit der Freiwilligkeit, der hoffnungsvollen Unverbindlichkeit, des Kniefalls vor der Jägerlobby vorbei. Das Bundesjagdgesetz (BJagdG) muss aus gesamtgesellschaftlicher Verantwortung nun wirklich klare zielorientierte Regelungen zur Waldrettung treffen.

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Faktor 2,4 – Corona lässt Menschen in den Wald strömen

Försterinnen und Förster fordern Umsicht

„Unter Covid-19 haben die Besucherzahlen einen beispiellosen Boom erlebt. Der Kottenforst war vorher schon ein beliebtes Waldgebiet, über das Jahr haben wir durchschnittlich 290 Passanten am Tag gezählt. Aber die Zahl hat sich im März und April um den Faktor 2,4 gesteigert,“ zeigt sich Forscher Jakob Derks vom European Forest Institute (EFI) bei einer Freilicht-Pressekonferenz am 14. Mai 2020 im Kottenforst beeindruckt. Waren vorher morgens und abends in der Auswertung der Zählstelle klare Spitzen zu erkennen, die die Forschenden auch auf Rad-Pendlerinnen und -Pendler zurückführen, so dominieren in der Corona-Zeit nun Waldbesuche an den Nachmittagen, mit sehr hohen Besucherzahlen. Im Vergleich der Wochentage zeigt sich, dass Freitag und Samstag stark an Beliebtheit gewonnen haben und über den Tag neuerdings die höchsten Besucherzahlen verzeichnen.  

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Kleine Superhelden im Kampf gegen das Eichensterben

In Deutschland gibt es sie schon seit der Antike, Hölderlin und Herder haben über sie gedichtet, und seit dem 18. Jahrhundert gilt sie als der “deutsche Nationalbaum”: Zweifellos hat die Eiche für die Menschen in Deutschland eine besondere Bedeutung. Auch im Klimawandel wird ihr eine wichtige Rolle zugeschrieben. Gleichzeitig ist sie vor allem durch Schädlinge Risiken ausgesetzt, die ihre Widerstandsfähigkeit gefährden. Wie man dieses “Eichensterben” mit natürlichen Mitteln bekämpfen kann, untersucht seit Kurzem ein neues Projekt von Wald und Holz NRW, das von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) gefördert wird. Auch das European Forest Institute gehört zu den Projektpartnern. Ich habe Bernhard Tapken, der im Projekt “Eichenresilienz” arbeitet, einige Fragen gestellt.

Was ist das Ziel des Projektes “Eichenresilienz”?

Das Ziel des von Wald und Holz Nordrhein-Westfalen geleiteten Projektes ist es die Widerstandsfähigkeit der heimischen Eichenarten, Stiel- und Traubeneiche, zu untersuchen und Wege aufzuzeigen diese natürliche Resilienz zu fördern. Wir untersuchen dabei, wie man die sogenannte „Eichenfraßgesellschaft“ erfolgreich mit natürlichen Gegenspielern bekämpfen kann.

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Naturschutz in Landeswäldern

Neue Publikation untersucht Konzepte und Umsetzung in der Praxis

Das European Forest Institute (EFI) hat in Kooperation mit der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) und weiteren Partnern Forschungsergebnisse des vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) geförderte Vorhaben „Naturschutz im Landeswald“ veröffentlicht. Der Forschungsbericht vereint dabei eine Analyse von Konzepten und rechtlichen Rahmenbedingungen mit einer empirischen Untersuchung der betrieblichen Praxis, für die deutschlandweit mehr als 300 forstliche Praktikerinnen und Praktiker in den beteiligten Landesforstbetrieben befragt wurden. Die Ergebnisse der von Georg Winkel (EFI) und Hermann Spellmann (NW-FVA) herausgegebenen Publikation geben einen forschungsbasierten Überblick zu Stand und Umsetzung des Naturschutzes in den Landeswäldern.

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Poland: #stayhome & in touch with wild nature

by Anna Żornaczuk-Łuba and Izabela Czyżyk

Do you want to see wild animals without leaving home? The Polish State Forests makes it possible.

Article 3 of the Polish Nature Conservation Act states that nature protection goals are achieved, among others, through conducting educational, information and promotional activities in the field of nature conservation. Therefore, the Polish State Forests is initiating digital activities to promote knowledge about rare species of Polish and European fauna. 

A first online transmission of a bird’s nest started in 2012, as an effect of the cooperation between the State Forests and the NGO Eagle Protection Committee (Komitet Ochrony Orłów). The white-tailed sea-eagle (Haliaeetus albicilla) nest, that could be observed by internet users, was watched by up to 80,000 viewers per day.  

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Integration of forests, policy and mindsets

Written by Lison Ambroise & Sara Helsen

As part of the IFSA (International Forestry Students’ Organisation) delegation, we had the opportunity to take part in the conference “Governing and managing forests for multiple ecosystem services across the globe” in Bonn. The event did not only gather experts from many different countries, but also transdisciplinarity was the watchword: participants ranged from the field of forest policy to forest management research, and from practitioner to policymaker. 

During the introductory panel, the projects responsible for the organization of the conference were presented. Both the INFORMAR (Integrated Forest Management Learning Architecture) and the POLYFORES (Decision-making support for Forest Ecosystem Services in Europe) project were introduced by Georg Winkel (Head of EFI Bonn), while the Research Training Group ConFoBi (Conservation of Forest Biodiversity in Multiple-Use Landscapes of Central Europe) was presented by Jürgen Bauhus (Freiburg University). After a welcome note by Eva Müller, Head of the Forestry Department of the German Federal Ministry of Food and Agriculture, the first plenary started with a global overview of today’s forest management and practices, a “Tour de la Planète”. From Robert Nasi (Center for International Forest Research, Natalia Lukina (Russian Academy of Sciences), Christian Messier (Université du Québec à Montréal), Ulrich Schraml (Forest Research Institute of Baden-Württemberg), and Eduardo Rojas Briales (Polytechnic University of Valencia) we learned about European forests, tropical forests, Boreal forests – including differences between Russia and Sweden –, Australian and northern American ones, as well as Mediterranean forests. It was obvious that, depending on the localization of the forests and the societal context, the perception of forest ecosystem services differs a lot, as well as forest management. According to Robert Nasi, in some tropical forests, the informal sector accounts for ten times more logging than the formal one and the deforestation rate is still increasing, so what we call “sustainable management” does not seem to be the solution. In Russia, Australia, Canada, and the US, forest management is predominantly segregated, while many European countries apply an integrative approach. Segregation versus integration, that was a returning question. We were impressed by the creativity of Ulrich Schraml (Forest Research Institute of Baden-Württemberg) who illustrated a history of segregation and reintegration using bowling pins in different colors.

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