How can we measure forest resilience? Report from a workshop in Bonn

What does resilience mean to you? Is it the ability to endure stress and still be able to perform? Or the capacity to recover after a catastrophe? Either answer could be right, as the definition of resilience is under a continuous debate. However, as current forest policies advocate building resilience with forest management, they create a point of frustration for forest managers: how do you implement something that you are not exactly sure of what it means in the first place? We tackled this problem with a workshop “Operationalizing Forest Resilience”, that was organised on the 6th and 7th of September 2018 in Bonn. We invited scientists from Europe and the USA to discuss how we can help forest managers to implement resilience in practice. And it is not as easy as you would think.

Der “Kampf um Wald und Kohle” – wie ein Wald Kristallisationspunkt einer politischen Auseinandersetzung wurde

Der Hambacher Forst ist derzeit wohl der meist diskutierte Wald in den deutschen Medien. Dieser Wald liegt nur rund 50 Kilometer westlich von Köln direkt an Europas größtem Braunkohletagebau. Von dem ehemals 5.500 Hektar großen Wald sind heute noch rund 500 Hektar übrig. Ab Oktober diesen Jahres wird vom Energiekonzern RWE die nächste Rodungssaison geplant, nach der noch knapp 200 Hektar des Waldes verbleiben werden. Doch seit Jahren regt sich Widerstand und macht den Wald zum Schauplatz eines Kampfes „um Kohle, Wald und Klima“, wie die Deutsche Welle kürzlich titelte. Was 2012 mit einer Besetzung des Waldes durch Umweltaktivist*innen begann, umfasst heute eine breite Protestbewegung vielfältiger Akteur*innen mit Bürger*innen aus umliegenden Dörfern oder auch von weiter weg, Umweltverbänden, Kirchengemeinden und vielen weiteren, die sich für den Erhalt des Waldes aussprechen.

Wir brauchen einen klimastabileren Wald – und nicht nur klimaresistentere Bäume!

Gastbeitrag von Hans von der Goltz

Der Wald muss für Eigentümer und Gesellschaft wirtschaftliche, ökologische und soziale Funktionen erfüllen. Wir brauchen einen stabilen Wald und seine Funktionen zum Überleben.
Die Stürme der letzten Jahre, vor allem aber der Jahrhundertsommer 2018 werden insbesondere in den ohnehin schon trockeneren Gebieten Deutschlands zu Auflösungstendenzen des Waldes führen. Seine Wirtschaftsfunktion für die Forst- und Holzwirtschaft mit 1,1 Mio. Beschäftigten, die bisher fast makellose ökologische Vorbildfunktion des naturnähesten bewirtschafteten Ökosystems Wald und die für die Gesellschaft so wichtigen Erholungs- und Trinkwasserschutzfunktionen werden Schaden nehmen.

Die Nachhaltigkeit unseres Waldes ist in Gefahr.

Inzwischen wird jeder erkannt haben, dass ein „weiter so“ für alle Nutznießer des Waldes und auch für ihn selbst nicht zielführend sein wird. Wir brauchen schnell ein grundlegendes Konzept für einen verantwortungsvollen, zukunftsfähigen und nachhaltigen Waldumbau. Dieses darf sich nicht beschränken auf den Anbau „klimaresistenterer Baumarten“. Es bedarf einer zum Teil radikalen Neuausrichtung der Waldbau-, Jagd-, Naturschutz- und Förderpolitik der Bundesregierung.
Die seit vielen 100 Jahren bewährten heimischen Baumarten müssen behutsam ergänzt werden durch robustere Gastbaumarten. Also nicht: Kiefer raus – Douglasie rein. Nein, die langfristige Mischung verschiedener Baumarten nach Alter und Art ist der Schlüssel zur Risikominderung. Am besten gelingt dies, wenn man auch die standortökologischen Bedingungen dabei beachtet und, wo nötig, optimiert.

Die Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) verfolgt diese Waldbauziele seit 1950 und entwickelt sie ständig weiter. Als ANW-Bundesvorsitzender möchte ich ausdrücklich warnen:

Es wird höchste Zeit, dass nicht mehr nur – wie beim Bundesjagdgesetz – für irgendwelche belanglose Randthemen Zeit verschwendet wird. Nein, vor dem Hintergrund der erwarteten klimabedingten Waldverluste brauchen wir eine grundlegende Waldentwicklungsstrategie. Sie muss zu einem veränderten Bewusstsein und konstruktivem, zukunfstfähigem Verhalten von Waldeigentümern, Jägern, Naturschützern, Politikern und anderen gesellschaftlichen Gruppen führen.

Julia Klöckner: Wir brauchen klimaresistentere Bäume

Laut einer dpa-Meldung vom 7. September 2018 hat Bundesminsterin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner zu den Schäden für den deutschen Wald Stellung bezogen, die unter anderem durch die lange Dürreperiode ausgelöst wurden. Besonders Fichtenbestände sind betroffen, aber beinahe alle Baumarten haben unter den extremen Wetterlagen gelitten. Das Ausmaß des Schadens kann laut Klöckner erst mit Verzögerung festgestellt werden, konkrete Zahlen werden im Herbst diesen Jahres erwartet. Natürlich spielt auch das Wetter in den kommenden Wochen eine Rolle.

Adapting European forests to climate-change-driven risks: science – policy interface

A science-policy event jointly organized by European Forest Institute’s ThinkForest and Forest Europe is planned for April 2019 in Prague to raise awareness about forest disturbance threats in European forests among policy makers, the media and the general public in Europe, underlining the importance of risk prevention efforts and management for enhanced forest resilience. The event will advocate for a European Forest Risk Facility and seeks to gather political support to place forest disturbance management high on the agenda of the next Ministerial Conference for the Protection of Forests in Europe. The event will be used to launch the EFI Multi Donor Trust Fund for Policy Support funded Bark Beetle study. Back to back with this science-policy event, EFI’s SURE project will organize (with support from the Czech University of Life Sciences Prague) a capacity building workshop on the practical implementation of risk management of biotic threats.

These were the main outcomes from the informal coordination meeting “Adapting European forests to climate-change-driven risks: science – policy interface” between EFI and Forest Europe, which took place in Zvolen, Slovakia on August 27-28. The objective was to discuss the cooperation between the institutions related to the increasing challenges of forest disturbances in Europe.

“Wir brauchen auch in Deutschland eine Waldbrand-Strategie”

EFI-Waldbrand-Experte Alexander Held im ZDF Morgenmagazin

Am Montag, den 26. August 2018 hat unser EFI-Kollege Alexander Held im ZDF MoMa Stellung bezogen zu den verheerenden Waldbränden in Brandenburg. “Wir hatten die perfekten Zutaten für einen Flächenbrand”, so Held: “Klimabedingte Trockenheit, sandiger Boden, wenig Wasser, Gras, Kiefernwald.” Held zufolge können Waldbrände unter diesen Umständen auch in Deutschland so groß werden und werden keine Ausnahme bleiben. “Aus den vielen Waldbrandsituationen in Deutschland müssen wir natürlich lernen, dass die Feuerwehr ihre Taktik und Strategie für die Bekämpfung von Flächenbränden überarbeiten sollte. Dies kann aber nur ein Baustein sein in einer Waldbrandstrategie, zu der auch der präventive Brandschutz gehört, der Waldumbau, sowie “munitionsfreie” Reihen oder Kontrolllinien, die vor der Waldbrand-Saison angelegt werden können”, betont Held, der auch ausgebildeter Waldbrandmanager ist.

Mehr Informationen im MoMa-Interview “Perfekte Zutaten für einen Waldbrand”.

Lehren aus den Waldbränden 2018

Der Sommer 2018 war und ist immer noch ein ausgesprochener Feuer-Sommer für unsere Wälder in Deutschland und Zentraleuropa. Eine ungewohnt hohe Zahl von Vegetationsbränden zwingt zur Diskussion der Ursachen einerseits, regt aber auch zum Nachdenken an, was zukünftig getan werden kann und muss.

Erste schnelle Reaktionen befassen sich wie üblich sofort mit der Feuerwehr und der Frage, wie die Einsatzkräfte in Zukunft noch besser und effizienter vorgehen können –  also der reaktive Ansatz und die Bekämpfung des Symptoms, aber nicht der Ursache. Selbstverständlich brauchen wir Feuerwehren, die bestmöglichst ausgebildet und ausgerüstet sind. Der Blick über unsere Ländergrenzen hinweg bietet zahlreiche Möglichkeiten, hier nachzubessern. Die European Forest Risk Facility und das weitere Netzwerk sind seit langem in diesem Bereich des länderübergreifenden “Exchange of Experts” tätig. Allerdings nicht nur auf reaktiver Seite sondern auch und vorallem in den Bereichen Prävention und Erhöhung der Resilienz.

Jeanette Schrewe is a firefighter in Hessen.

The fourth wave of feminism: women and fire

From Mary Wollstonecraft, Virginia Woolf and Judith Butler to Malala Yousafzai – the so-called fourth wave of feminism has seen people mobilized through social media. Undoubtedly, many have recognized the #MeToo campaign against sexual harassment and assault.

This wave also comes with a claim for cultural products to portray women’s role in history. Long before there was Internet, women in the US were pursuing equal opportunities as they fought wildfires side by side with men in the 1910s. Your Natural Forest magazine recently published “Drawn to Flame: Women Forged by Wildfire”, an article on women who found their way into fighting wildfire.

Siberian fire smoke: where does it go?

The European Union’s Observation Programme, Copernicus, and its Atmosphere Monitoring Service (CAMS) predicted that in July smoke from fires in the Sakha, far east of Russia, would travel an astonishing 9500 km – across the Arctic Ocean to Alaska, North-West Canada and the west coast of Greenland.

According to a recent press release, “CAMS Global Fire Assimilation System (GFAS) estimates that between 2003 and 2017 Russian wildfires emitted on average about five mega tonnes of carbon dioxide into the atmosphere per day. At the end of June this year, the fires suddenly increased in intensity, upping their carbon dioxide output to approximately 20 mega tonnes per day.” This is not new; Siberian summer season is no stranger to wildfires, but being able to predict the movement of the smoke can help to prevent effects of affected areas.

Invitation: Forest Transformation and Conversion

EXEMPLARY FOREST UNITS OF UNEVEN-AGED FORESTRY
IN THE CZECH REPUBLIC

 25 years of pure even-aged Norway spruce stands transformation and Pro Silva principles application within Forest District Kocanda

PLACE: hotel Medlov, Fryšava pod Žákovou horou, Czech Republic
DATE: 25th and 26th October 2018

Even-aged and mono-culture. This is translating into high risk and vulnerability of forest stands and the call of forest research is to transform and convert single-species, even-aged forest stands to more resilient structures. Such stable and more resilient forest structures are promoted for instance by Pro Silva since 1989: The Close-to-Nature Forestry Pro Silva Principles as well as the Guidebook to Continuous Cover Forestry  (now available in French, English and German) describe a forest management approach to more resilient and more bio-diverse forests.

However, across Europe, we are still facing extensive areas where past forest management practices and historical reasons have established those high-risk, even-aged, mono-culture forests.

The Czech republic is just one of many countries with this forestry legacy. Pro Silva Bohemica PSB , in cooperation with the European Forest Risk Facility is happy to invite interested international participants to join a two day event where 25 years of forest transformation can be observed and shared. A truly important experience to share in our journey to more resilient and close-to-nature forestry!

We are looking forward to a pan-European event, discussions and experience exchange!