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Category: German Articles

Wald-Wild-Klima! In Brandenburg haben sich die Wildbestände seit 1957 mehr als verzehnfacht

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Landesbetriebs Forst Brandenburg gratulierte Forststaatssekretärin Carolin Schilde in Ihrem Grußwort allen Verantwortlichen und betonte dabei die Bedeutung des Waldumbaus in Zeiten des Klimawandels.

Noch sind 500.000 ha des Brandenburger Waldes reine Kiefernbestände. Die Folgen der Kiefernreinwirtschaft seit ihrem Beginn vor über 200 Jahren werden auch erst in Generationen zu bewältigen sein. „Forstleute wissen, dass eine Beimischung von zirka zehn (Prozent) Laubholz bereits wesentlich dazu beiträgt, dass Massenvermehrungen von Kiefernschadinsekten einzudämmen. Uns allen muss klar sein, dass der aktive Waldumbau mit Fördermitteln keine flächendeckende Lösung sein kann“, fasste die Staatssekretärin zusammen.

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Extreme Trockenheit führt zu hoher Waldbrandgefahr

Von Alexander Held & Maria Schloßmacher

Aufgrund akuter Waldbrandgefahr herrscht in vielen Regionen Deutschlands und darüber hinaus derzeit die höchste Warnstufe. Bereits vor Ostern musste die Feuerwehr zahlreiche Waldbrände löschen.

Der Waldbrandgefahren-Index des Deutschen Wetterdienstes (DWD) stuft vor allem Brandenburg, den Süden Mecklenburg-Vorpommerns, das nördliche Sachsen und den Osten Sachsen-Anhalts als stark gefährdet ein. Im nördlichen Sachsen dürfen wegen der hohen Brandgefahr einige Wälder nicht von der Öffentlichkeit betreten werden.

Gründe für den Ausbruch des Feuers sind vielfältig und doch leicht auszumachen. Die Kombination aus dem Rekordsommer 2018 und die anhaltende Trockenheit haben den Wäldern zugesetzt, sodass die letzten (Wasser)-Reserven aufgebraucht sind. Sollten sich die Prognosen über ein weiteres Dürrejahr 2019 bestätigen, werden auch die Zahlen der Waldbrände weiter drastisch steigen. Trockene Pflanzenreste und der Wind tragen zum Ausbruch des Feuers bei. Der Wind trocknet altes Gras, noch bevor das neue Grün wachsen kann und begünstigen so die schnelle Ausbreitung des Feuers. Da die Bäume erst langsam beginnen ihre Blätter zu bilden, kann die Sonne ohne Schutz bis auf den Waldboden scheinen und trockenen Pflanzenteile sind leichter entflammbar. Dadurch ist die Waldbrandgefahr im Frühling besonders hoch einzuschätzen.  Wind und Trockenheit, mehr noch als die Temperatur und die warmen Tage über dem Osterwochenende, spielen dabei eine entscheidende Rolle.

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„Eingeführte Baumarten in europäischen Wäldern: Chancen und Herausforderungen“

Deutsche Übersetzung jetzt verfügbar!
Die Einführung von Baumarten ist ein bedeutendes und zugleich kontroverses Thema. In allen Ländern Europas sind eingeführte Arten einerseits als Chance für die Steigerung der Holzproduktion gesehen und können Alternativen für eine sich unter dem Einfluss des Klimawandels verändernde Artenzusammensetzung in Wäldern darstellen. Andererseits können eingeführte Arten auch die Ursache für den Verlust an Artenvielfalt sein, natürliche Ökosysteme stören und bei ungewünschter Verbreitung hohe Kosten verursachen.

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Bayern: Der Ökologie mehr Gewicht verleihen?

Ich möchte hier eine kürzlich publizierte Pressemitteilung im Holzzentralblatt teilen und kommentieren.
Koalition in Bayern lehnt dritten Nationalpark ab
“Wir wollen überall in Bayern der Ökologie mehr Gewicht verleihen und setzen auf die Stärkung der Naturparks. Einen dritten Nationalpark werden wir nicht realisieren”, heißt es im Koalitionsvertrag, den CSU und Freie Wähler am 5. November unterzeichnet haben. Aber auch: “Wir nehmen dauerhaft rund 10% der staatlichen Waldflächen als nutzungsfreie Naturschutzflächen und Naturwaldflächen von der forstwirtschaftlichen Nutzung aus.” Die Flächen für Vertragsnaturschutz sollen verdoppelt werden. Am unlängst verlängerten “Waldpakt” soll festgehalten werden. Weiter heißt es: “Wir setzen uns das Ziel, bis zum Jahr 2030 rund 200.000 ha klimatolerante Wälder zu schaffen. Wir wollen den Holzbau fördern und die Marktabsatzchancen auch für das Laubholz erhöhen. Waldbesitzer, Holzhändler und Sägewerke sind wichtige Partner bei der Bewirtschaftung der Wälder und der Vermarktung des Holzes.”

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Buchpräsentation: Das Trittsteinkonzept – Naturschutz-integrative Waldbewirtschaftung schützt die Vielfalt der Waldarten

Das Thema Waldnaturschutz spaltet Waldschützer und Waldnutzer. Dabei sollten gerade diese an einem Strang ziehen und im Interesse der Waldökologie zusammenarbeiten. Es reicht nicht aus, 5% der Waldfläche Deutschlands aus der Nutzung zu nehmen. Schutzmaßnahmen für unsere Waldarten müssen auch auf den restlichen 95% gewährleistet werden. Das sogenannte ‘Trittsteinkonzept’ ist dafür ein guter Weg –  und die Elemente des Konzepts lassen sich in allen Wäldern umsetzen.

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SURE Projekt "on tour": Waldbrand-Reise nach Brandenburg

von Martin Schmitt, Andreas Schuck und Alexander Held
Zwei der zahlreichen Brände in der Saison 2018 erfuhren besondere Aufmerksamkeit: Treuenbrietzen und Fichtenwalde bei Beelitz in Südbrandenburg. In Treuenbrietzen mussten drei Ortschaften geräumt. In Fichtenwalde wurde es notwendig, zwei Autobahnen (A9/A10) zu sperren. Die Situation wurde zusätzlich dadurch erschwert, dass beide Waldbrandflächen munitionsbelastet waren.
Im Rahmen einer Schulung für die “Berliner Feuerwehr Einsatzbereitschaft 4” waren wir (Andreas Schuck und Alexander Held vom EFI) in Berlin-Brandenburg unterwegs.

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Marteloskopflächen in der Großstadt Berlin

Von Andreas Schuck und Karl-Heinz Marx
Im Rahmen des Waldspaziergangs von Bundesministerin Julia Klöckner (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) am 21.06.2018 in den Berliner Forsten wurde angeregt, eine Demonstrationsfläche in Form eines Marteloskops im Forstamt Tegel einzurichten.

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Lehren aus den Waldbränden 2018

Der Sommer 2018 war und ist immer noch ein ausgesprochener Feuer-Sommer für unsere Wälder in Deutschland und Zentraleuropa. Eine ungewohnt hohe Zahl von Vegetationsbränden zwingt zur Diskussion der Ursachen einerseits, regt aber auch zum Nachdenken an, was zukünftig getan werden kann und muss.
Erste schnelle Reaktionen befassen sich wie üblich sofort mit der Feuerwehr und der Frage, wie die Einsatzkräfte in Zukunft noch besser und effizienter vorgehen können –  also der reaktive Ansatz und die Bekämpfung des Symptoms, aber nicht der Ursache. Selbstverständlich brauchen wir Feuerwehren, die bestmöglichst ausgebildet und ausgerüstet sind. Der Blick über unsere Ländergrenzen hinweg bietet zahlreiche Möglichkeiten, hier nachzubessern. Die European Forest Risk Facility und das weitere Netzwerk sind seit langem in diesem Bereich des länderübergreifenden “Exchange of Experts” tätig. Allerdings nicht nur auf reaktiver Seite sondern auch und vorallem in den Bereichen Prävention und Erhöhung der Resilienz.

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