Der “Kampf um Wald und Kohle” – wie ein Wald Kristallisationspunkt einer politischen Auseinandersetzung wurde

Der Hambacher Forst ist derzeit wohl der meist diskutierte Wald in den deutschen Medien. Dieser Wald liegt nur rund 50 Kilometer westlich von Köln direkt an Europas größtem Braunkohletagebau. Von dem ehemals 5.500 Hektar großen Wald sind heute noch rund 500 Hektar übrig. Ab Oktober diesen Jahres wird vom Energiekonzern RWE die nächste Rodungssaison geplant, nach der noch knapp 200 Hektar des Waldes verbleiben werden. Doch seit Jahren regt sich Widerstand und macht den Wald zum Schauplatz eines Kampfes „um Kohle, Wald und Klima“, wie die Deutsche Welle kürzlich titelte. Was 2012 mit einer Besetzung des Waldes durch Umweltaktivist*innen begann, umfasst heute eine breite Protestbewegung vielfältiger Akteur*innen mit Bürger*innen aus umliegenden Dörfern oder auch von weiter weg, Umweltverbänden, Kirchengemeinden und vielen weiteren, die sich für den Erhalt des Waldes aussprechen.