Ökologischer Waldumbau in deutschem Grafenwald

Von Fichtenwald zu Mischwald, von purem Holzeinschlag zu ökologischem Campingplatz und Waldfriedhof – die Grafenfamilie von Hatzfeld setzt seit über 20 Jahren ein beeindruckendes Waldumbau-Projekt um. Mit den Herausforderungen für WaldbesitzerInnen in Deutschland, mit der Balance zwischen Holzernte und Artenschutz, mit Sturmschäden und sogenannten”Ökosystemdienstleistungen” beschäftigt sich die spannende SWR-Dokumentation Die Waldgrafen und der Sturm – Familie von Hatzfeldt erfindet ihren Forst neu. Der etwa 30-minütige Film nimmt dabei sowohl Aspekte der nachhaltigen und vielfältigen Waldnutzung als auch Naturschutz sowie das Ziel der langfristigen Resilienz des Privatwaldes gegen (klimabedingte) Störungen in den Blick.

Foto: Manfred Witz

Marteloskop – ein „Simulator“ für die integrative Waldwirtschaft

Von Katharina Rohde und Gesche Schifferdecker

Die Entscheidung zu treffen, welcher Baum als Zukunftsbaum im Wald belassen wird und wachsen darf, und welcher Baum entnommen wird, ist nicht immer einfach. Schließlich spielen neben ökonomischen Parametern wie der Holzqualität und der Wuchsform auch ökologische Parameter, so genannte Mikrohabitate, wie beispielsweise tote Äste und Rindentaschen, bei der Entscheidung eine wichtige Rolle.

Um nachhaltige Forstwirtschaft und Naturschutz sinnvoll und anschaulich miteinander verbinden zu können, ist am 4. Juli 2018 das erste rheinland-pfälzische Marteloskop „Viergemeindewald“ eröffnet worden. Auf einer ca. 1 ha großen Waldfläche sind hier alle Bäume ab einem Brusthöhendurchmesser von 7 Zentimetern erfasst, vermessen und fortlaufend nummeriert. Zusätzlich sind für jeden Baum die ökonomischen sowie ökologischen Parameter aufgenommen.