Waldbrände: Vorsorge statt teurer Löschtechnik

In einem Interview mit der Deutschen Welle betont Waldbrandexperte Alexander Held von EFI’s Resilience Programme die wichtige Bedeutung von Brandprävention im Wald und sagt: “Würden wir unsere Hausaufgaben machen, hätten wir keine Feuer zu bekämpfen, die erstens Menschenleben kosten und zweitens so intensiv brennen, dass wir Ökosysteme über Jahrzehnte zerstören. Doch 90 Prozent des Feuerbudgets wird in die Brandbekämpfung investiert statt in Prävention und Landmanagement.”

Auf der Basis von seiner langjährigen Tätigkeit als Waldbrandmanager u.a. in Florida, Kalifornien und Südafrika beschäftigt sich Held zum Beispiel mit “Pflegefeuern”, die die Artenvielfalt erhöhen, und mit kontrolliertem Brennen, um Brennmaterial präventiv zu entfernen und damit große und schwer kontrollierbare Flächenbrände zu vermeiden. Der Berater kritisiert, dass es für Präventivprojekte zu wenig politische Unterstützung und demzufolge keine Finanzierung gibt. Wenn es dann aber brenne, sei genügend Geld für Löschflugzeuge vorhanden, so Held.

Warum Mischwälder feuerfester sind, welchen Nutzen langfristige Forschung zu Waldbrandschutz und -bekämpfung haben könnte und was die Auswirkungen des Klimawandels zu den aktuellen extremen Wetterlagen beitragen, kann man im DW-Interview “Waldbrandmanager empfiehlt: Vorsorge statt teurer Löschtechnik”, das von der Journalistin Karin Jäger geführt wurde, lesen.

Waldbrandschäden in Bayern: BR-Interview mit A. Held

Wie können Waldbrände im deutschen Winter entstehen? Sollte man die Hitze-geschädigte Fläche neu bepflanzen oder regeneriert sie sich von selbst? Wie reagiert man am Besten nach einem Brand, um die Schutzfunktion des Waldes zu erhalten?  Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit zwischen Forstbewirtschaftern und Feuerwehr? Diese und andere Fragen diskutierte EFI-Waldbrand-Experte Alexander Held Anfang Januar 2018 im Bayerischen Rundfunk mit der Journalistin und Moderatorin Birgit Harprath. Anlass war eine Rückschau auf den Jochberg-Brand vor einem Jahr.

Das BR-Interview ist auch als Podcast verfügbar.