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Tag: Klimawandel

“Unser Wald stirbt vor unseren Augen” – spannender Doku-Tipp

Stürme, Trockenheit, Borkenkäfer – unsere deutschen Wälder standen in den vergangenen Jahren vor großen Herausforderungen.

Wussten Sie, dass viele Förster*innen in den letzten Jahren nicht nur mit großen Waldschäden zu kämpfen hatten, sondern auch unter Druck geraten sind, wenn sie wieder aufforsten müssen? Können Sie sich vorstellen, wie unser Wald in 100 Jahren aussehen wird? Was genau muss getan werden, um die Resilienz der Wälder zu erhöhen?

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“Wie man die Waldbewirtschaftung und die Erhaltung der biologischen Vielfalt in Einklang bringt – ein Blick über ganz Europa”

Vom 9. – 10.11.2020 wird im Rahmen des europäischen Netzwerkes INTEGRATE eine virtuelle Tagung stattfinden, an der auch das neue Buch „How to balance forestry and biodiversity conservation – a view across Europe“ vorgestellt wird. Dabei werden die grundlegenden Ansätze des zukunftsweisenden Konzepts einer integrierten Waldbewirtschaftung vorgestellt. Dieses soll die Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung verbessern, indem die Biodiversitätsförderung, die Holzproduktion und andere Waldleistungen aufeinander abgestimmt werden. Die Veranstaltung unter dem Titel „How to balance forestry and biodiversity conservation – a view across Europe“ wird gemeinsam von der Schweiz (Eidg. Forschungsanstalt WSL, Bundesamt für Umwelt BAFU), von Deutschland (Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung im Rahmen seines Vorsitzes der EU-Ratspräsidentschaft) und vom European Forest Institute (EFI) als internationaler Organisation ausgerichtet.

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360-Grad-Video zeigt “wald.anders.denken.”-Projekt im Kottenforst

Dieses 360-Grad-Video entführt den Zuschauer im Rahmen des Projekts „wald.anders.denken“ in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unserer Wälder. Die Aktion schafft neue gedankliche Zugänge zum Wald, seiner nachhaltigen Bewirtschaftung und seiner globalen Bedeutung für unser Weltklima.  

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Waldwissenschaftler fordern: Waldumbau durch effiziente Bejagung unterstützen

Warum wir eine Neufassung des Bundesjagdgesetzes brauchen

Ein Gastbeitrag von Christian Ammer, Thomas Knoke und Michael Müller

Vor dem Hintergrund der Herausforderungen durch den Klimawandel müssen wir vielgestaltige und anpassungsfähige Wälder aufbauen. Wildeinflüsse können dieses Ziel gefährden. Deswegen hat der wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Februar 2020 ein Eckpunktepapier zur Waldstrategie 2050 veröffentlicht. In diesem wird benannt, welche Regelungen bei der Reform des Bundesjagdgesetzes geändert werden müssten, um den drängenden Aufgaben nachkommen zu können. Wir stimmen der Analyse und den Empfehlungen des wissenschaftlichen Beirats aus waldwissenschaftlicher Sicht im Wesentlichen zu und fordern die Politik auf, die Empfehlungen ihres Beirats zu berücksichtigen.

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Können wir durch großflächige Wiederbewaldung den Klimawandel stoppen?

This blog post was translated and is now available in English here

Letzte Woche hat das Magazin Science eine viel beachtete Studie der Arbeitsgruppe von Prof. Crowther vom Institut für Integrative Biologie der ETH Zürich publiziert, in der mithilfe von Satellitenaufnahmen, Felddaten und Computermodellen das enorme Potential von großflächiger Waldvermehrung für den globalen Klimaschutz herausgestellt wurde.

Das Besondere an dieser Studie ist der Fokus auf „Restoration“, also Wiederbewaldung. Es gibt viele Abschätzungen zu CO2 Minderungspotenzialen durch Aufforstungen, und es ist wichtig, bei solchen Abschätzungen den Landbedarf einer wachsenden Weltbevölkerung sowie aus anderen Sektoren realistisch abzuschätzen (Canadell and Schulze 2014). Die Autoren der Studie haben daher von der global theoretisch möglichen Waldfläche den Flächenbedarf für Landwirtschaft und Siedlungen abgezogen. Als Resultat ergab sich eine riesige Fläche von fast 1 Mrd ha für potenzielle Wiederbewaldung.

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Veranstaltung "Waldbau und Waldbewirtschaftung im Klimawandel"

Neue Instrumente für den Waldbesitz in Nordrhein-Westfalen

Angesichts der Veränderungen, die sich aus Klimawandel, Digitalisierung und neuen gesellschaftlichen Ansprüchen ergeben, benötigt die Waldbewirtschaftung effektive IT-unterstützte Management-Instrumente. Im Rahmen der Veranstaltung “Waldbau und Waldbewirtschaftung im Klimawandel” stellt das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV) am Freitag, den 7. Dezember 2018 in Düsseldorf neue Hilfestellungen des Landes vor, mit denen der Waldbesitz auf die Herausforderungen reagieren kann: das Waldbaukonzept NRW, die landesweite forstliche Standortkarte und das neue Internetportal Waldinfo.NRW.

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Bayern: Der Ökologie mehr Gewicht verleihen?

Ich möchte hier eine kürzlich publizierte Pressemitteilung im Holzzentralblatt teilen und kommentieren.
Koalition in Bayern lehnt dritten Nationalpark ab
“Wir wollen überall in Bayern der Ökologie mehr Gewicht verleihen und setzen auf die Stärkung der Naturparks. Einen dritten Nationalpark werden wir nicht realisieren”, heißt es im Koalitionsvertrag, den CSU und Freie Wähler am 5. November unterzeichnet haben. Aber auch: “Wir nehmen dauerhaft rund 10% der staatlichen Waldflächen als nutzungsfreie Naturschutzflächen und Naturwaldflächen von der forstwirtschaftlichen Nutzung aus.” Die Flächen für Vertragsnaturschutz sollen verdoppelt werden. Am unlängst verlängerten “Waldpakt” soll festgehalten werden. Weiter heißt es: “Wir setzen uns das Ziel, bis zum Jahr 2030 rund 200.000 ha klimatolerante Wälder zu schaffen. Wir wollen den Holzbau fördern und die Marktabsatzchancen auch für das Laubholz erhöhen. Waldbesitzer, Holzhändler und Sägewerke sind wichtige Partner bei der Bewirtschaftung der Wälder und der Vermarktung des Holzes.”

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SURE Projekt "on tour": Waldbrand-Reise nach Brandenburg

von Martin Schmitt, Andreas Schuck und Alexander Held
Zwei der zahlreichen Brände in der Saison 2018 erfuhren besondere Aufmerksamkeit: Treuenbrietzen und Fichtenwalde bei Beelitz in Südbrandenburg. In Treuenbrietzen mussten drei Ortschaften geräumt. In Fichtenwalde wurde es notwendig, zwei Autobahnen (A9/A10) zu sperren. Die Situation wurde zusätzlich dadurch erschwert, dass beide Waldbrandflächen munitionsbelastet waren.
Im Rahmen einer Schulung für die “Berliner Feuerwehr Einsatzbereitschaft 4” waren wir (Andreas Schuck und Alexander Held vom EFI) in Berlin-Brandenburg unterwegs.

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Der “Kampf um Wald und Kohle” – wie ein Wald Kristallisationspunkt einer politischen Auseinandersetzung wurde

Der Hambacher Forst ist derzeit wohl der meist diskutierte Wald in den deutschen Medien. Dieser Wald liegt nur rund 50 Kilometer westlich von Köln direkt an Europas größtem Braunkohletagebau. Von dem ehemals 5.500 Hektar großen Wald sind heute noch rund 500 Hektar übrig. Ab Oktober diesen Jahres wird vom Energiekonzern RWE die nächste Rodungssaison geplant, nach der noch knapp 200 Hektar des Waldes verbleiben werden. Doch seit Jahren regt sich Widerstand und macht den Wald zum Schauplatz eines Kampfes „um Kohle, Wald und Klima“, wie die Deutsche Welle kürzlich titelte. Was 2012 mit einer Besetzung des Waldes durch Umweltaktivist*innen begann, umfasst heute eine breite Protestbewegung vielfältiger Akteur*innen mit Bürger*innen aus umliegenden Dörfern oder auch von weiter weg, Umweltverbänden, Kirchengemeinden und vielen weiteren, die sich für den Erhalt des Waldes aussprechen.

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Wild und Wald im Klimawandel – alte Kontroversen und neue Lösungsansätze

von Hans von der Goltz, Alexander Held und Christian Henschke
Spektakuläre Risiken wie Feuer oder Sturm erfahren größeres mediales Interesse als Reh oder Hirsch. Während die Wirkung von Waldbrand oder Sturm in wenigen Stunden sichtbar wird, bleiben die Folgen des Wildverbisses in einem schleichenden Prozess verborgen. Auf diese Weise ist ein Schlüsselfaktor für erfolgreiche Klimaanpassung im Wald in der öffentlichen Wahrnehmung, medial und politisch auf fatale Weise unterbelichtet.

Hintergrund: Anpassung an die Folgen des Klimawandels

Die Folgen des Klimawandels drohen die Zukunftsfähigkeit der Wälder zu gefährden. Aus diesem Grund haben Forstämter und WaldbesitzerInnen ein Leitbild für die Waldentwicklung unter Berücksichtigung des Klimawandels entworfen. Der sogenannte „klimaresiliente Wald“ sieht wie folgt aus:

  • Vielfältiger Mischwald
  • Widerstandsfähige Bäume mit großen Kronen
  • Nebeneinander von alten und jungen Bäumen
  • Artenreicher und vitaler natürlicher Baumnachwuchs
  • Durchmischung mit klimarobusten Baumarten

Die Erfahrung zeigt, dass Schälschäden (Abnagen von Rindenstücken oder Abziehen ganzer Rinden-streifen von Bäumen vor allem durch Rotwild und andere Hirscharten) und vor allem Verbiss durch Rehwild – sofern ein zu tolerierender Bereich überschreiten wird – diesem Leitbild entgegenstehen: Allzu oft verhindern überhöhte Schalenwildbestände die erfolgreiche Entwicklung vitaler, widerstandsfähiger Mischwälder.
Dieses Problem ist nicht neu, wird aber durch den Klimawandel verschärft. Gleichzeitig könnte der Klimawandel aber eine Gelegenheit sein, eine verkrustete Problemkonstellation lösungsorientiert anzugehen.

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